Projekt  Friedenslicht


Leo Lebendig

" FRIEDENSLICHT  DER  ABRAHAMS - RELIGIONEN "



Friedenslicht-1
"Friedenslicht der Religionen", Pauluskirche Dortmund 2005
Foto: G.P. Müller, Dortmund



Das Kunst-Projekt will die kollektive Sehnsucht nach einem zukünftigen friedlichen Miteinander der Kulturen als visuelle Projektion in das spektakuläre Ereignis einer  Lichtkugel  bannen :



Die historisch real existierenden, sich täglich an unterschiedlichen Orten gleichzeitig

manifestierenden monotheistischen Glaubensbekenntnisse

der drei Abrahams-Religionen

Judentum
Christentum
Islam


sollen symbolisch in der Lichtkugel an einem historisch signifikanten Ort

zusammengeführt und damit als

Einheit

zur Erscheinung gebracht werden.



Peace-Light of the Abrahamic Religions

The artist Leo Lebendig is a light-painter, who created a large and phantastic spherical light as a signal for peace-making among the faithfuls of Jewry, Christianity, Islam and other religions in the immediate vicinity of the own town as well as all over the world.
He and his friends, being organized in the International Peace-Forum Dortmund (Internationales Friedensforum Dortmund: IFF), did realise this signal of peace in their own church during the year 2005. The IFF was established in 2001 after Nine Eleven. Some inhabitants of a deprived district of Dortmund at that time came together with the objective to promote cooperation and partnership among the members of different religions and cultures. The idea of the TWINS-project is to bring the Peace-Light and its message from Dortmund into some more cities of the European Capital of Culture RUHR.2010 and to join it with its twin-towns and the two other Capitals of Culture in the different European countries.    
The artwork of the Peace-Light is composed by 512 elements. Half of them are perforated with symbols of the three abrahamic religions: a jewish menorah, a christian cross and a calligraphy of the name of Allah for the Muslims. These signs have got a gaily coloured effect on each other by keeping their own identity. Their spiritual sphere will be installed and illuminated in some historical or significant public buildings (like an ancient monument, a town hall, the foyer of a theatre or a location in a synagogue, a church or a mosque or somewhere else). We are looking for some motivated persons or committed groups in the twin-towns, who can imagine to realise an installation of the Peace-Light and organise - if possible - a local event that fits to this special message of freedom, participation and peace. We hope to inspire confidence in the power to make peace by dedicated groups and people interconnecting all religions throughout Europe.


Kulturhauptstadt  Ruhr 2010  und  Jerusalem 2011 :
Projekt  "Friedenslicht der Religionen:  Lichtkugel, Stern, Säule"


Die Installation des Lichtkörpers an besonderen religiös/kulturell geprägten Orten soll als ein Zeichen für die gegenseitige Achtung der jeweils Anderen verstanden werden: Die Ausübung der unterschiedlichen Religionen im eigenen, nachbarschaftlich erlebten Milieu - sei sie städtisch-regional und damit unmittelbar oder international, d.h. medial vermittelt gelebt - bedeutet im kommunalen, nationalen und internationalen Kontext identische Vielfalt, schenkt Leben.

Projektplan - Entwurf:   h i e r   ( PDF-Dokument )
und
Realisierungen:   h i e r   und   h i e r

Friedenslicht in Jerusalem:   h i e r   ( PDF-Dokument )
und
Bericht und Bildergalerie aus der Dormitio-Abtei in Jerusalem:   h i e r


Der Weg verbindet Orte

Das Projekt sieht als Ausgangspunkt für den Weg des FRIEDENSLICHTES im Jahr 2010 Israel als Ursprungsland  vor, von dem die abrahamitischen Religionen ihren Ausgang genommen haben: in israelischen Städten, die mit den Städten des Ruhrgebiets durch Partnerschaften verbunden sind (twin towns). Über die Kulturhauptstädte Istanbul und Pécs sowie weitere europäische Partnerstädte soll die Reise zu der im Kernland Europas gelegenen Kulturhauptstadt RUHR.2010 führen, dem postindustriellen Ballungszentrum an Rhein und Ruhr. Hier werden die Bewohner die Gäste an unterschiedlichen Orten (im Rathaus, Industriedenkmal, dem Konzerthaus und Theater, der Kirche, den Räumlichkeiten einer Moschee oder Synagoge) unter dem FRIEDENSLICHT empfangen.


Friedenslicht-2


Erläuterungen des Künstlers zur Symbolik und Technik der Lichtkugel   h i e r  
( PDF-Dokument, 140 KB )



Biografisches zu Leo Lebendig

Leo Lebendig wurde 1939 kurz vor Kriegsbeginn in Arnsberg im Sauerland geboren. Im Nachkriegsdeutschland wächst er, frühzeitg zu gestalterischer Tätigkeit angeleitet, in Auseinandersetzung mit dem Versuch des Begreifens der historischen Vergangenheit  und des Erwerbs der Bildsprache der nun geltenden »Abstrakten Kunst» auf. Heute, zu Beginn des neuen Jahrtausends und im Bewusstsein der die Menschheit tödlich bedrohenden Gefahren, umschreibt Leo Lebendig seine Tätigkeit als Licht-Maler mit dem Begriff : "Initiatorische Kunst" – "Sie markiert die Fahrt des Geistes auf den Wellen des Lichts und öffnet der Seele das Tor zum Lebendigen".
Leo Lebendigs künstlerischer Weg ist bestimmt durch die Dialektik von Produktion und Reflexion. Die ständige Ist-Wert-Bestimmung der schöpferischen Tat als eines intentionalen Artefakts führt zu stets neuen Phasen der Kunst- und Lebensbewältigung.
Kunst ist ...
Sehnsucht, in den Dingen zu sein.  1964
Sehnsucht, in den Menschen zu sein.  1973
Sehnsucht, in mir selbst zu sein.  1984
Sein – Mensch sein.  1991
Sehnen nach dem Einssein mit Gott.  2000

So stellt Leo Lebendig in den 60er Jahren, noch mit seinem Geburtsnamen Hans Jürgen Troegel signiert, von der Liebe zu Miró durchdrungene kalligraphische Bilder aus – erklärt im nächsten Jahrzehnt den Aufbau des freien Kommunikationszentrums«Nachbarschafts-Haus Dortmund-Wambel» zum Sozialen Kunstwerk – entdeckt in den 80er Jahren beim beidhändigen Malen sein Selbst und seinen Künstlernamen «Leo Lebendig» – begegnet im folgenden Jahrzehnt seinem «Licht des Lebens» und entschlüsselt sein «Lebensbild» mit dem Titel »Erkenne dich selbst, oh Mensch!» oder «Alle Wege führen zu Gott».
Heute bezaubert Leo Lebendig landesweit die Besucher von Kirchen und öffentlichen Räumen durch seine raumgreifenden Lichtinszenierungen, die mit der geistigen Kraft der Farbe den nach friedlichem Zusammenleben Suchenden den Weg erhellen.

Dortmund, Oktober 2007


02 / 2011
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